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Giardien bei Katzen

 


Eine Odysee begann

 

 

Unser Odie ( geb. 2000) haben wir im Februar 2007 aus dem Tierheim geholt
Dort hieß es, er habe "chronischen Durchfall" und er wurde angebl. total aufn Kopf gestellt


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und es wurde nix gefunden!!!



Wir waren dennoch skeptisch und liesen seinen Kot in unserer Tierklinik untersuchen, ob es sich nicht evtl. um eine Allergie handelt.


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Dann kam das Ergebnis: Giardien !
Dieser Parasit ist auch absolut unsichtbar und man kann diesen nur mit einer bestimmten Methode finden!
dieser Parasit kann auch diesen chronischen Durchfall hervorrufen und man hatte es im Tierheim wohl irgendwie "verpeilt" danach zu suchen, oder man gab den Kampf zu früh auf und "verheimlichte uns dies!

Wir hatten dann mehrere Produkte ausprobiert! Metronidazol und Panacur gehörten dazu! Dies war aber schwer einzuflößen, da beides den Wirkstoff "Benzolalkohol" enthält und für Katzen füüürchterlich bitter ist!


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Trotzdem, hatten wir die Katzen überlistet und es ihnen ins Futter gemischt und zum Glück, haben sie alles gefuttert!


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Nächster Kot-Test...Leider immer noch positiv! Unsere Tierklinik gab sich wirklich Mühe und griff das Telefon und rief sämtliche Spezialisten in der Umgebung an ...Man empfahl das Mittel Spartrix, was eigentlich für Brieftauben ist und welches schon gute Erfolge erzielt hat; Da es aber sehr schwierig für uns war diese Dinger den Katzen direkt zu verabreichen (durfte nicht ins Futter gemischt werden) ->1 Tabletten pro Kg), fuhren wir nun an 2 darauffolgenden Tagen zur Klinik, mit allen 4!!!
 



 

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Die hatten einfach den bessern Kniff dafür! Ins Futter einfach reinzumischen wird nicht funktionieren da sämtliche Medikamente Benzolalkohol enthält und auch sehr bitter für die Katzen ist und die das Futter dann meiden!

Danach hieß es für uns, WOHNUNG schrubben und nochmals schrubben, da die "Dinger" noch monatelang resistent sind auch wenn sie den Darm verlassen haben!

Odie weigerte sich, seine Kuscheldecke herzugeben! Aber was sein musste, musste sein!

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Es war ein absolutes Abenteuer in der Tierklinik, allen diese Tabletten zu verabreichen...Tja, und da unsere Thara ganze 5 Kilo wiegt, durfte sie auch die meisten Pillen schlucken!

..unsere 2 Dissy, musste die kleinste Menge schlucken...weil sie unsere "Zwergenkatze" ist.


 

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Nunja..Tabletten war eingeflösst, am nächsten Tag das gleiche Spiel!
Dazwischen wie Decken zuhause ausgetauscht, Katzenklo geschrubbt, gewaschen,geputzt,etc.



Dann ging es wieder in die Klinik!

Ganz zum Ärger unserer Katzen...


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Charly sagte sich nur wieder : Oh nein...nicht schon wiiieder!!!

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..Schwer bepackt und unsere Arme wurden um 1 meter länger......

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Odie, unser kleiner Schisser, legte dann bei der Tabletteingabe noch ein kleines Präsent auf den Behandlungstisch! "Einen sogenannten "Pups mit Land"


Nunja...14 Tage oder mehr vergingen und man brachte eine neue
Kotprobe ins Labor der Tierklinik!
War alles umsonst? Die ganzen Kratzer und die ganze Schrubberei?



Dann kam das Ergebnis: Giardien Negativ!

 

Nach 4 Wochen bekam Odie seine Zähne saniert und hinterließ vor lauter Schreck nochmals einen "Pups mit Land", welcher gleich wieder auf den Parasiten hin untersucht wurde!

Tataaaaa!!!!

 

 

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Es war wieder negativ!!

Hurra ! Hurra !!
Geschafft !!!

 


 

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Was sind Giardien?

Die Giardien gehören unter den Einzellern zu der Gattung der Flagellaten (Geißeltierchen) und bilden dort eine eigene Gattung. Flagellaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen oder mehrere Kerne sowie Geißeln als Bewegungsorganellen besitzen. Man unterscheidet vegetative Stadien (Trophozoiten) von Dauerformen (Zysten). Giardien sind mikroskopisch kleine Durchfallerreger von birnenförmiger Gestalt.

Giardien besitzen 2 Kerne, 8 Geißeln sowie eine sog. Haftscheibe. Auf der Bauchseite der Trophozoiten befindet sich eine Haftscheibe mit dem sie sich an der Dünndarm- und/oder Dickdarmschleimhaut festhalten können. Sie dringen also nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut und können diese dadurch auch zerstören. Um andere Lebewesen befallen zu können, umgeben sich jeweils zwei Trophozoiten mit einer schützenden Hülle, zweiteilen sich in vier Kerne und lassen sich als Zyste mit dem Kot nach außen transportieren.

Entwicklung

Man unterscheidet generell zwei Lebensformen. Die erste Lebensform sind die sogenannten Trophozoiten. Sie sind die im Darm von z.B. Katzen lebenden Formen. Aus ihnen entsteht bzw. sie bilden dann die zweite Lebensform - ansteckende Zysten - die mit dem Kot ausgeschieden werden. Werden die Zysten von einer Katze oder einem Mensch oral aufgenommen entstehen im Körper wieder Trophozoiten, welche dann wieder die zweite Lebensform bilden. Ein ständiger Kreislauf ....

Trophozoiten im Darm müssen nicht unbedingt eine Krankheit auslösen. In diesem Fall spricht man von einem "symptomlosen Träger" der Giardien, welcher Zysten ausscheidet, jedoch selbst keine Erkrankungserscheinungen zeigt.

Der Nachweis von Zysten im Kot gelingt erstmals frühestens 5 Tage (-16 Tage) nach der Infektion.

Überlebensfähigkeit der Zysten

Diese Zysten sind in der Außenwelt über einen Zeitraum von ca. 3-4 Wochen infektiös und werden auf fäkal-oralem Weg auf neue Wirte übertragen. In kaltem Wasser überleben die infektiösen Zysten ca. 2 Monate. Sie sind (leider) auch gegenüber jeglichen Desinfektionsmitteln widerstandsfähig. Giardia-Zysten können in der Außenwelt nur effektiv mit einem Heißdampfstrahler bekämpft werden, da sie erst ab ca. 70 Grad abgetötet werden können.

Symptome

Meist werden Jungtiere befallen aber auch alte Katzen mit anderen schweren Grundkrankheiten. Aufgrund des entweder noch nicht richtig ausgebildeten Immunsystems oder eines geschwächten Immunsystems sind diese Katzen nicht "stark" genug, die Giardien zu eliminieren. Im Normalfall wird eine Infektion durch das Immunsystem nach wenigen Wochen spontan eliminiert. Lokal produzierte oder durch Muttermilch aufgenommene Antikörper wirken schützend, indem sie die Fähigkeit der Giardien, sich an die Darmschleimhaut zu heften, blockieren. Weiterhin wirken die Antikörper als Zellgift auf die Trophozoiten. Chronische Infektionen findet man oft in Verbindung mit einer Hypogammaglobulinämie (Gammaglobulinmangel im Blut - feststellbar durch Serumelektrophorese).

Falsche Ernährung der Katzen, wie z.B. kohlenhydratreiches Futter (und hierzu zählen alle Trockenfuttersorten) mit Veränderungen der Darmflora begünstigen die Krankheit, die durch akuten oder chronischen mit wechselweise auftretendem dünnflüssigem bis breiigem - mitunter auch mit Blut-geflecktem - Durchfall einhergeht. Aber auch Erbrechen bis hin zu Fieber kann die Folge einer Erkrankung sein.

Nun wussten wir, woher sein chronischer Durchfall kommt!

 

Diagnose

Der Nachweis von Giardien-Trophozoiten ist sehr schwer. Der Nachweis kann nur in ganz frischem Durchfallkot oder aus einer Spülprobe direkt aus dem Darm erfolgen. Die Trophozoiten sterben an der Luft innerhalb weniger Minuten. Deshalb ist der Nachweis von Trophozoiten mittels des zur Verfügung stehenden Testverfahrens heute nicht mehr anzuraten.

Der Gierdien-Zysten-Nachweis gelingt etwas einfacher. Allerdings werden die Zysten nicht regelmäßig ausgeschieden, so dass man für diese Art des Nachweises mindestens den Kot pro Katze von 5-7 Tagen sammeln sollte. Es gibt zwei Testverfahren die Zysten im Kot nachzuweisen: Die Anreicherung durch Flotation mit dem MIFC-Verfahren oder der indirekte Antigennachweis (der jedoch wesentlich teurer ist und ca. 20-25 Euro kostet). In beiden Fällen muss beachtet werden, dass die Zystenausscheidung erst 2-3 Tage nach Diarrhöbeginn erfolgt.

Lange Zeit wurde der Antigennachweis aus Kostengründen nicht durchgeführt, jedoch findet er heute in den deutschen Laboren immer öfter Verwendung, weil er die sicherste Methode darstellt, Zysten im Kot nachzuweisen

Nach der Gardien-Behandlung sollte erneut ein Test erfolgen um sicherzustellen, dass es ausgestanden ist!




 
   
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